Eine Jacke ist eine Jacke ist eine Jacke ist eine Jacke …

„Eine Jacke ist eine Jacke ist eine Jacke ist eine Jacke …“ beschäftigt sich mit dem Phänomen des Modewahnsinns und der Bekleidungsindustrie. Einerseits ist das Stück eine Persiflage der Modewelt, andererseits setzt es sich auf satirisch, kritische Weise mit divergenten Sichtweisen und Schemata der Gesellschaft auseinander. Ausgehend von persönlichen Erfahrungen der Protagonistinnen passt sich ihre Körpersprache bestimmten Normen, Zwängen und Erwartungen an – im weiteren Sinne kann das Bild eines ferngesteuert waltenden Menschen als Produkt der Masse erkennbar werden. So stellen sich die sechs Tänzerinnen mit ihrem individuellen Stil und dendazugehörigen Eigenschaften und -heiten gegenüber. Das Stück beginnt mit einer Szene im Einkaufszentrum, und den dazu typischen Gesten. Eine zielstrebige Suche nach dem „perfekten“ Stück Kleidung entsteht. Das Aufeinandertreffen der unterschiedlichen Charaktere mündet in einem fast ritualisierten Tanz rund um die Kleiderstange, was sich immer mehr aufzuschaukeln scheint. Und doch versucht sich alles in seiner eigenen Sprache auszudrücken.


„Wie siehst du denn aus?“ Punk, Lolita, Hip Hop, Hipster, Goth, Nerd 

Welcher Kleidungsstil der Jugendlichen hat und sorgt nicht für Aufregung? Das eigene Verfertigen der Identität kann beginnen. Die verschiedenen Geschmäcker und Ansichten etablieren sich über das jeweilige Outfit. Kleider signalisieren Identität, den Gemütszustand, die Gruppenzugehörigkeit, das Streben nach Status und Macht und gleichzeitig auch die Kritik an einer gesellschaftlichen Macht.Vom Individualisierten zur Gleichgeschaltenheit. Von der Stange auf den Körper und vom Körper in die Kleidersammlung. „Anziehen, Ausziehen, Umziehen, Herumziehen, Drunterziehen, Drüberziehen, Draufziehen, Wegziehen ...“ Der Körper verschwindet im Kleidungsstück, welcher sich gleichzeitig zur Reklamefläche transformiert.

FEBRUAR 2014 – PREMIERE (UA)

Dschungel Wien

 

SEPTEMBER 2014

Gastspiel Wielandner Halle, Bischofshofen

 

OKTOBER 2014

Gastspiel Theater am Lend, Graz

 

HERBST 2014

Wiederaufnahme, Dschungel Wien

Konzept / Idee:

Waltraud Brauner, Christina Aksoy, Stefanie Sternig

Choreografie / Performance:

Waltraud Brauner, Raffaela Gras, Christina Aksoy, Eva Kreuzer, Stefanie Sternig, Ning Teng

Sound:

Peter Plos

 

Licht:

Silvia Auer

©  Bernhard Wolf

©  Bernhard Wolf

©  Gregor Titze

©  Bernhard Wolf