MeinAllesaufderWelt

Spielraum Identität.
Geschichte. Innerer Zustand.
Aufschreien und verstummen. Auskotzen.
Alles. Im Hier und Jetzt.
Dinge beginnen und enden. Kriechen, schwärmen aus, quellen heraus.
Verderben.

Es gibt Momente, da ist die Frage plötzlich da: "Wer bin ich wirklich?". Die Frage nach dem eigenen Ich, dem eigenen Wesen, nach dem, was uns unverwechselbar macht.

Das Kollektiv kunststoff begibt sich in „MeinAllesaufderWelt“ auf die Suche nach dem Ort, der sich nicht an einem konkret ortbaren Punkt befindet, sondern sich mit der Seinsweise jeder*s Einzelnen befasst: Der Spielraum der Identität. Und vermutlich - suchen wir alle danach immer wieder aufs Neue.

Die österreichische Schriftstellerin Ingeborg Bachmann schreibt: „Der wahre Schauplatz ist das Innen von Menschen“. In Anlehnung an Texte von Ingeborg Bachmann und persönlichen Gedanken, Wünschen und Sehnsüchten der PerformerInnen, die insgesamt aus 6 JungdarstellerInnen, 3 PerformerInnen und 2 Musikern bestehen, dreht sich in „MeinAllesaufderWelt“ alles um Tanz, Musik und Sprache und um den mehrere Meter langen Holzstoss, der da liegt wie aufgeschichtete Worte, der vielleicht das System, in welchem wir leben, abbildet oder als unüberwindbare Grenze gilt, dass die Eindringlichkeit der Gedanken, Wünsche und Sehnsüchte auffängt und wie ein Spiegel wieder zurück wirft.

Dieser besondere Ort kann nur gefunden werden, indem man Grenzen überwindet.

PREMIERE 27. MAI 2021

19:30 Uhr

WUK Wien

Konzept & Choreografie: 

Leonie Humitsch, Stefanie Sternig

Performance & Choreografische Mitarbeit: 

Waltraud Brauner, Raffaela Gras, Jakob Eder, Lena Grechenig, Johanna Irmann, Patrick Isopp, Kamel Jirjawi, Victoria Prägant, Stefanie Sternig


Komposition & Sounddesign:

Peter Plos, Andreas Grünauer


Kostümbild: 

Sophie Baumgartner


Bühnenbild:

Jo Plos


Lichtdesign:

Veronika Mayerböck

Grafik:

Theresa Plos


Produktion: 

Leonie Humitsch, Raffaela Gras

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© Foto: Peter Plos  |  Bearbeitung: Theresa Plos

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©  ola queen

Es sind die kleinen Grenzüberwindungen, denen MeinAllesaufderWelt auf den Grund geht. Die Schranken, die mein Ich in Grenzen halten, können vielfältig sein.


Gesprochen wird nicht viel in der einstündigen Performance, aber wenn dann einmal eine*r der Performenden den Mund zum Sprechen öffnet, haben die Worte, die nach außen dringen, großes Potential, sich in die eigene Erinnerung einzubrennen. Wie etwa der Satz „Was dich trennt, bist du“. Inwiefern stehe ich mir selbst im Weg?
 
Feinfühlig erzählt die Performance vom Suchen nach dem Ausbruch und dem Entlangschreiten von Grenzen. 
 
Die ausgeklügelte Choreografie lässt Bilder auf der Bühne entstehen, die hängen bleiben … und bewegen.

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©  ola queen

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©  ola queen

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©  ola queen

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©  ola queen

Holz spielt eine wichtige Rolle an diesem faszinierenden Abend, es steht für alles, was das Kollektiv und jede(r) Einzelne aus dem Innersten nach außen kehren.

Stillstand und Eile, Schweigen und Reden, Sehnsucht und Wut, Zärtlichkeit und Aggressivität, eben „MeinAllesaufderWelt“.

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©  ola queen